Die weiße Löwin - Henning Mankell

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Die weiße Löwin - Henning Mankell

Beitrag von Edhelianora am Do 30 Jun - 17:57

Die Burenorganisation „Komitee“ schickt den schwarzen Auftragskiller Victor
Mabasha nach Schweden, damit dieser eine Spezialausbildung durch den
ehemaligen KGB-Offizier Konovalenko erzählt. Als es zwischen den beiden zu
Spannungen kommt, kann Mabasha fliehen und der Auftragskiller Sikosi Tsiki
soll an seiner Stelle den Auftrag ausführen. Dank der guten Ermittlungen von
Kurt Wallander und der guten internationalen Zusammenarbeit mit den
südafrikanischen Behörden kann das geplante Attentat in letzter Sekunde
verhindert werden.
Die Geschichte spielt zum Teil in Schweden, zum Teil in Afrika, etwa um das
Jahr 1990. Die wichtigsten Personen sind Jan Kleyn, der Führer der
Burenorganisation, der Ausbilder Konovalenko sowie der Auftragskiller Victor
Mabasha und der ermittelnde Kommissar der schwedischen Polizei, Kurt
Wallander. Jan Kleyn will das Bild seines „reinen“ Burenlebens nach außen
aufrechterhalten, Victor Mabasha will seine Ehre nicht von Konovalenko
beschmutzen lassen und beginnt deshalb nach und nach zu rebellieren.
Die Handlung erreicht erst zum Schluss ihren Höhepunkt, als Informationen nur
zur Hälfte nach Südafrika fließen und das Attentat jedoch trotzdem noch
verhindert werden kann. Erzählt wird vom Autoren, welcher nicht in die
Handlung eingreift. Das Wortgut ist modern und der Roman ist in Prosa
abgefasst.
Der Autor will auf die Probleme in Südafrika aufmerksam machen und ein
gutes Bild vermitteln, wie es dort zu jener Zeit ausgesehen haben muss, und
wie die schwarzafrikanische Bevölkerung unterdrückt wird. Zum Teil lassen sich
aktuelle Bezüge herstellen, da Schwarzafrikaner oftmals noch immer
unterdrückt oder schlechter behandelt werden. Dieser Text spricht vor allem
Krimileser, die sich auch politischen Interessen Afrikas öffnen können, an.
Kurt Wallander, ein schwedischer Kommissar, und sein Team schaffen es nach
wilden Ermittlungen und Schießereien noch, in Südafrika ein Attentat an
Nelson Mandela zu vereiteln.
Der Autor macht es dem Leser leicht, den Geschehnissen zu folgen, allerdings
wäre ein wenig mehr Hintergrundinformation zu der Burenbewegung in
Südafrika wünschenswert gewesen.

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